Wenn der Sturmwind braust

Dies hätte das Motto des diesjährigen Pfingstzeltlagers der DPSG Pfadfinder „Die Adler Illingen“ sein können. Am Freitag Abend wurde bereits der Vortrupp von einem Unwetter mit Sturmböen und einem nicht enden wollenden Naturschauspiel von Blitzen überrascht. [inspic=8,,,400]

Die restlichen Adler waren am frühen Morgen mit der Bahn in Illingen gestartet und erreichten nach einem Fußmarsch den Gruppenzeltplatz in Saarburg.

Bei bestem Wetter wurden die Zelte bezogen und man stärkte sich aus der Feldküche. Der Nachmittag wurde von den einzelnen Pfadfinderstufen (Wölflinge, Jungpfadfinder, Pfadfinder, Rover) selbst gestaltet. Die Gruppenleiter hatten sich einiges ausgedacht. Mit Helm, Springseil und selbst gebautem Seilbett betritten die Wölflinge so manches „Bergmannsabenteuer“.

Die Jungpfadfinder machten Saarburg mit ihrer Stadtralley unsicher, während die Rover eine Kanutour auf einem Altarm der Saar machten.Am frühen Abend wurde das Lagertreiben von einem starken Unwetter gestört, so daß Lagerleiterein Monika Detzler aus Sicherheitsgründen vorübergehend alle Teilnehmer in die stationären Anlagen des Campingplatzes beorderte, denn die Pappeln auf dem Lagerplatz bogen sich gewaltig im Wind.

[inspic=12,,,400]

Der Pfingstsonntag startete mit einem Morgenimpuls vor dem Frühstück. Alle hatten bei den gemeinsamen Spielen in der großen Runde viel Spaß. Anschließend stand eine Wanderung auf dem Programm. Nach Empfang der Lunch-Pakete ging es los Richtung Saarburg. Durch die historische Altstadt mit dem Wasserfall der Leuk ging es hinüber bis fast zur Saarburg. Dann kam der Aufstieg auf den Warsberg. [inspic=26,,,400]Auf kürzester Strecke ging es steil den Weinberg hoch, über viele, viele Treppenstufen. Oben angekommen gab es als Belohnung eine Fahrt auf der Sommerrodelbahn. Nach einer längeren Pause war der Abstieg und Rückweg zum Lagerplatz keine Schwierigkeit mehr. [inspic=27,,,400]

Auf der ganzen Wanderung sah man immer wieder diese kleinen, roten Liederbücher, und man konnte hören, wie so manche Gruppe das gemeinsame Singen übte. Das war nicht zufällig. Bereits am Vortag waren die Mundorgeln ausgeteilt worden. Und an diesem Pfingstsonntag Abend sollte ein Singwettbewerb der Gruppen stattfinden, der Grand Prix des Lagers.[inspic=28,,,400]

Am späten Nachmittag besuchte Kurat Jürgen Zapp das Lager. Der riesige Grillplatz, der mit liegenden Baumstämmen eingefaßt war, wurde kurzerhand für eine Eucharistiefeier unter freiem Himmel vorbereitet. Schnell hatten die Pfadfinder einen Altar und ein Kreuz gebastelt und die Messe konnte starten.

Danach wurden in der Jurte, dem Aufenthaltszelt der Pfadfinder, kleine Flöße aus Holzstücken gebastelt. Als Last trugen sie Nußschale und Kerze. In der Dunkelheit am Abend sollten die Flöße gemeinsam in der Leuk als Lichter schwimmen gelassen werden.

Aber vorher hatten alle noch einen kräftigen Hunger. Die Rover waren an diesem Tag für das Abendessen zuständig, wie übrigens jede Gruppe für das Zubereiten einer Mahlzeit verantwortlich war. Alle langten kräftig zu. Nach dem Essen wurde ein großes Lagerfeuer entzündet. [inspic=22,,,400]

Auch an diesem Abend spielte das Wetter nicht mit. Kaum loderte das Lagerfeuer, ging der Regen los und alle flüchteten in die Jurte. Erst am späten Abend konnten wir Lagerfeuerromantik erleben.

Der Singwettbewerb wurde auf Montag Morgen verschoben. Jede Stufe hatte ein Lied aus der Mundorgel nach eigenen Vorstellungen interpretiert. Die Jury hatte es ganz schön schwer, denn alle hatten sich sehr viel Mühe gegeben, eine gute Performance hinzulegen.

[inspic=24,,,400]

Im Laufe des Morgens ging es dann ans Packen und Zelte abbauen, leider auch im Regen. Die Pfadfinderstufe hatte noch ein letztes Mittagessen im Lager vorbereitet. Danach wurden auch Küchenzelt und Jurte abgebaut. Noch schnell ein Gruppenfoto und schon ging es los Richtung Bahnhof. Im Zug traf man dann noch eine Pfadfindergruppe des BdP, die von ihrem Pfingstzeltlager in Rhens zurückkehrte und schon lief der Zug im Illinger Bahnhof ein.

100 Jahre Weltpfadfinderbewegung

Getreu dem Motto Nach dem Zeltlager ist vor dem Zeltlager laufen nun schon die Vorbereitungen für das Zeltlager in Fersching bei Trier, anläßlich des 100jährigen Bestehens der Weltpfadfinderbewegung. Dort werden die Illinger Pfadfinder am 1. August, gemeinsam mit vielen Pfadfindern weltweit, bei Sonnenaufgang ihr Pfadfinderversprechen erneuern.

[myginpage=saarburg2007]

Kommentare sind geschlossen.