Pfingstlager Hambach 2009

Rund 40.000 Georgspfadfinder begehen deutschlandweit mit ihrem traditionellen Pfingstlager den Beginn der Zeltsaison. Die Illinger Pfadfinder haben zusammen mit den Stämmen Hasborn und Beaumarais ein gemeinsames Pfingstzeltlager in Hambach bei Neustadt, Weinstrasse organisiert.

Schon donnerstags starteten die Vorfahrteams und richteten den Zeltplatz für die über 80 Kinder und Jugendlichen ein. Diese erreichten den Zeltplatz nach einer Bahnfahrt und anschließendem Fußmarsch bis zum Zeltplatz unterhalb des Hambacher Schlosses. Nachdem alle Stämme den Zeltplatz gefunden hatten, servierte das Küchenteam eine warme Abendmahlzeit:  Spaghetti mit Bologneser Soße und Salat.

Samstags war Stammestag

D.h. jeder Stamm hatte für sich selbst eine Aktion geplant. Die Illinger Pfadfinder unternahmen eine Waldaktion im angrenzenden Kiefernwald. Es wurden zwei Gruppen gebildet, die jeweils ein Dorf mit allerlei Zubehör zu errichten hatten: 2 Hütten verschiedener Bauweise, Dorfbegrenzung, Ortsschild, Holzleiter, stationäres Spielgerät usw. Damit die Dorfbewohner es nicht so einfach hatten, wurden die mitgebrachten Werkzeuge und Seile ungleich zwischen den beiden Gruppen verteilt. Zwischen den zugewiesenen Gebieten für die Dörfer wurde ein imaginärer Fluss gelegt, der nicht überquert werden konnte. So war die erste Aufgabe, eine Kommunikationsanlage (Dosentelefon) und einen Transportlift über den Fluss zum Nachbardorf zu errichten. Benötigte Seile, Sägen, Beile usw. wurden über Dosentelefon angefordert und mit dem Lift hin und her transportiert. Bis zur gemeinsamen Mittagspause war schon allerhand Baumaterial aus Holz beigeschleppt und man konnte schon die Waldhütten erkennen. Am Ende des Spiels führten die gewählten Bürgermeister die Bewohner stolz durch ihr Dorf und zeigten die Sehenswürdigkeiten ihres Dorfes. Danach wurden die Schätze im jeweils anderen Dorf gesucht, die nachmittags von der Spielleitung zum Verstecken ausgegeben worden waren. Jetzt war man in der richtigen Stimmung, zwei Wölflingen das Pfadfinderversprechen abzunehmen. Beide erhielten ihr orangenes Halstuch und wurden von allen Dorfbewohnern beglückwünscht.

Auf dem Rückweg zum Zeltplatz gab es an einem wunderschönen Aussichtspunkt mit Blick auf die Rheinebene und das Hambacher Schloss Gelegenheit, den gefundenen Schatz (Süßigkeiten) zu „vernichten“.

Nächtlicher Überfall

Der Abend wurde wieder mit den anderen Stämmen im Lager verbracht. Abendessen, Lagertreiben und anschließendes Lagerfeuer. Nachdem sich alle in die Zelte zum Schlafen zurückgezogen hatten, sollte es noch eine Überraschung geben. Einige Pfadfinder des ortsansässigen Pfadfinderstammes ließen es sich nicht nehmen, unsere Fahnenstange umzuwerfen um das Banner zu ergattern. Doch mit dem traditionellen Bannerklau war der Spaß noch nicht zu Ende. Als nächstes zogen sie die Heringe einiger Zelte und sorgten für Verwirrung im stockdunklen Lager. Mit Megaphon und Blechgeklapper sorgten sie für mächtig Lärm. Im nächtlichen Räuber- und Gendarm Spiel hatten die Hambacher den Heimvorteil, sie kannten alle Schleichpfade auf dem unübersichtlichen Platz. Aber zum guten Schluß konnten wir sie doch fangen und am Lagerfeuer Freundschaft schließen. Doch die Nacht war danach kurz.

Am Pfingstsonntag war Stufentag

D. h. stammesübergreifend hatten die Leiter Aktionen für die einzelnen Altersstufen geplant. Mit Lunchpaketen ausgerüstet waren viele in der näheren Umgebung unterwegs. Die Wölflinge machten eine Schnitzeljagd und mußten mit Wegzeichen eine Gruppe finden, die sich im Wald versteckt hatten. Die Jungpfadfinder starteten mit Spielen im Lager und machten anschließend eine Wanderung um das Hambacher Schloß. Die Pfadfinder lernten erste Hilfe Maßnahmen und bildeten sich in Pfadfindertechniken aus. Die Rover starteten nach einem nächtlichen Orientierungsmarsch etwas später zu einer Stadtralley in Hambach.

Montags gings schon wieder auf die Heimreise. Die Rucksäcke wurden gepackt, die Zelte abgebaut und verstaut, die sanitären Anlagen ein letztes Mal gereinigt und schon war es Zeit für den Abmarsch ins Tal zum Bahnhof. Es wurde so manche Freundschaft zwischen den Stämmen geschlossen und man freut sich schon auf weitere gemeinsame Aktionen.


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