4 Tage München: KZ, Deutsches Museum, Tierpark und Filmstadt

Schon lange hatten unsere Gruppenleiter uns die Nase damit lang gemacht. Eine Fahrt nur mit unserer Pfadfindergruppe Phönix. Schon vor Monaten war klar, wo es hin ging, und am 27.07.09 ging’s endlich los.

Vier Tage München!
Doch eigentlich waren es nur zwei Tage München, denn bevor wir in der Jugendherberge München Park Quartier beziehen konnten, verschlug es uns zunächst ins Jugendgästehaus im benachbarten Dachau, wo wir am Ankunftstag abends noch ein wenig durch die Innenstadt schlenderten. Diesen geschichtsträchtigen Ort hatten unsere Gruppenleiter nicht zufällig ausgewählt. Der Besuch in der KZ Gedenkstätte am nächsten Tag vollendete eine Reihe von Aktionen, die wir schon im Vorfeld zum Thema Weltkriege und Nationalsozialismus durchgeführt hatten. Dementsprechend vorgebildet, versetzte uns der Anblick des Lagers mit seinen Baracken und Mahnmälern in tiefes Bestürzung.Doch unser weiteres Programm war nicht so düster. Noch am selben Tag fuhren wir weiter nach München und besuchten das Deutsche Museum. Zwischen all den Ausstellungsstücken vergingen die Stunden wie im Fluge, und nach dem abschließenden Besuch im Planetarium, wo wir den Münchener Sternenhimmel im Sommer bestaunen konnten, mussten wir auch schon wieder aufbrechen. Wir schlossen schließlich den Tag mit einem gemütlichen bayrischen Abendessen ab und nach der Rückkehr in die Jugendherberge konnten wir nicht mehr lange die Augen offen halten.
Am nächsten Tag stand dann ein Wechsel der Jugendherberge an. Wir zogen um nach München selbst, wo wir vor dem Check-In noch den Tierpark besichtigten. Dort verbrachten wir den Vormittag in der Gesellschaft von Löwen, Giraffen, Eisbären und Pinguinen.

Um den letzten Abend noch gebührend zu feiern, beschlossen wir, zusammen ins Kino zu gehen. Zugegeben, es war, obwohl wir uns in der Millionenstadt befanden, nicht so einfach, ein Kino zu finden. Unterwegs durch die halbe Münchener Innenstadt diskutierten wir schon mal über den Film. Harry Potter oder Ice Age. Letztendlich fiel unsere Wahl auf den einzigen Film, der in dem einzigen Kino lief, dass wir trotz Reiseführer finden konnten. Selbst ist die Braut. Obwohl so mancher zuerst skeptisch war, hat der Film doch nachher jedem gefallen.

Nun war also der letzte Tag unserer Reise angebrochen. 30.07.09. Nachmittags sollten wir den Zug nach Hause nehmen, Zeit genug, den Vormittag noch zu verplanen. Frühzeitig verließen wir die Jugendherberge, wo wir allerdings bis zum Nachmittag unser Gepäck gelagert hatten, und schon bald befanden wir uns vor den Bavaria Filmstudios. Dort machten wir eine Führung mit durch die Kulissen von berühmten deutschen Filmen, wie zum Beispiel Das Boot, Die Wilden Kerle und Wickie. Außerdem erlebten wir einen Kurzfilm von Lissy und der wilde Kaiser im 4D Erlebniskino. Zu guter Letzt waren wir Zeugen einer atemberaubenden Standshow mit viel Action, Feuer und Filmtricks.

Nun stand nur noch die Heimfahrt an. Allerdings weitete die sich zu einer Hetzjagd durch ganz München aus. Warum ist schnell erklärt. Um 15.23 Uhr ging unser Zug, die Standshow dauerte bis 14.15 Uhr. Nun mussten wir wieder zurück zur Jugendherberge, wo unser ganzes Gepäck verstaut war und dann noch zum Hauptbahnhof, und das in einer Stunde, während wir am Morgen für die Fahrt von der Jugendherberge bis zur Bavaria Filmstadt schon eine Stunde gebraucht hatten.

Daher rannten wir. Und rannten. Und verpassten unseren Zug!
Zu unserem Glück fuhr eine Stunde später ein anderer Zug in unsere Richtung, und so kamen wir nur mit einer Stunde Verspätung zu hause an. Allerdings konnten wir so die versprochene Aufstufung eines unserer Gruppenmitglieder vom Jungpfadfinder mit blauem Halstuch zum Pfadfinder mit grünem Halstuch nicht mehr vornehmen. Um dem genüge zu tun, werden wir das jedoch an unserem baldigen Nachtreffen in unseren Gruppenräumen im Illinger Pfarrheim nachholen.
Uns allen hat die Fahrt gut gefallen und natürlich sind wir jetzt gespannt, wo es uns im nächsten Jahr hin verschlägt. Auf jeden Fall haben wir uns als Gruppe schon jetzt so viel vorgenommen, dass das nächste Frühjahr schon nahezu vollständig verplant ist. Aber so ist das nun mal als Pfadfinder, wir finden immer was, was uns Spaß macht.

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