FuturScout 2011 – Mit über 1.000 Pfadfindern in die Zukunft geschaut

Illinger DPSGler nahmen Pfingsten am Diözesan-Zeltlager teil
Die Mitglieder der Stammes „Die Adler“ Illingen der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) trafen sich mit über 1.000 weiteren Pfadfindern aus dem ganzen Bistum Trier zum gemeinsamen Pfingst-Zeltlager vom 9. bis 13. Juni – das erste dieser Größenordnung seit sieben Jahren. Aus 32 Stämmen reisten sie zum Jugendzeltplatz nach Rhens bei Koblenz, hoch über dem Mittelrhein.

Das Organisationsteam des Diözesanverbandes hatte zu zentralen Veranstaltungen in ein Großzelt eingeladen. Neben Auftakt und Verabschiedung traf man sich hier zum Pfingstgottesdienst und zur Disko – und das alles mit Blick auf die Zukunft: Unter dem Motto „Futurscout“ befassten sich die Teilnehmer an den vier Tagen mit der Frage, wie sich Pfadfinderei in einer sich verändernden Welt entwickeln kann und wird.

Das Thema hatten die Illinger Pfadfinder zusammen mit ihren Stammesvorständen Monika Detzler, Reiner Klein und Christian Zeuner und den Gruppenleitern, wie alle anderen Stämme, schon in der Zeit vor dem großen Treffen in den Blick genommen: Aus alten Gymnastik- oder Wasserbällen oder anderem Material hatten sie mit Pappmaschee, Zeitungspapier, Holz und Farbe Planeten-Modelle gebastelt. Die hingen nun im großen Festzelt an der Decke und symbolisierten, mit Bildern und Bastelarbeiten verziert, Ideen der Kinder und Jugendlichen für die Zukunft. Der Illinger Planet „The Green Planet“ hatte die Form eines Kubus und war ein sehr grüner Planet…..

Auch in Spielen und Workshops nahmen die Ideen Gestalt an: Eindrucksvolle Bauten aus Holz, Schnüren und Kordeln – unter anderem eine Brücke, eine meterhohe Rakete und ein Altardach – sowie Projekte wie ein Barfußpfad oder auch eine Umfrage unter Passanten in der Fußgängerzone in Koblenz zeigten, dass für die Zukunft viel Potenzial vorhanden ist.

In Sachen Erneuerbare Energien hatten die Illinger Pfadfinder einen Workshop angeboten, indem es galt ein Wasserrad nebst Dynamo zur Stromerzeugung kreativ auszudenken und zu bauen. Die jüngeren Workshop Teilnehmer bastelten eine Sonnenuhr die nach genauen Koordinaten ausgerichtet wurde.

Mit der Unterstützung des Jugendbüros der Gemeinde Illingen wurde die Teilnahme an diesem großen Zeltlager für alle Illinger Pfadfinder ein Erlebnis.

Der Pfadfindergrundsatz: Erleben von Gemeinschaft, Gemeinsamkeiten trotz Vielfalt, Zusammenhalt über soziale und kulturelle Grenzen hinweg, war im Großlager und besonders am Pfingstsonntag in einem gemeinsamen Stationslauf der Stämme des Bezirks Schaumberg-Blies, aus Hasborn, Illingen und Neunkirchen spürbar. Hierbei galt es für die 7 Gruppen, gebildet aus allen Altersstufen und Stämmen durchmischt, mit Karte, Kompass und viel Orientierungssinn, die ausgesuchten Stationen anzulaufen und verschiedene Aufgaben zu erfüllen. Nach 6 Stunden fanden sich die Gruppen wieder im Lager ein und es galt einen geheimen Code zu knacken. Alle Beteiligten lobten die gute Vorbereitung hauptsächlich von Michael Junker und Katharina Boos aus Hasborn, Dagmar Naumann aus Neunkirchen und Sarah Lehnert und Stammeskurat Reiner Klein aus Illingen. Man möchte in Zukunft die guten Kontakte und gemeinsamen Aktionen noch ausbauen und vertiefen.

Abschluss des Tages war ein gemeinsamer Pfingstgottesdienst bei dem ein weiterer wichtiger Grundsatz für die Pfadfinder deutlich wurde, nämlich: die Welt ein wenig besser zurück zu lassen, als man sie vorgefunden hat.
Für viele Teilnehmer außerdem interessant: Die Begegnung mit und das Knüpfen von Kontakten zu anderen Pfadfindergruppen – hier war es am abendlichen Lagerfeuer bei Singerunden und lustigen Gruppen-Vorführungen aller Art möglich. Immerhin hatte es seit sieben Jahren kein so großes Lager auf dieser Ebene gegeben.

Die Voraussetzungen für die Zukunft sind also für den größten Pfadfinderverband in Deutschland – die DPSG hat rund 100.000 Mitglieder – offenbar gar nicht so schlecht. “ An den Pfadfindern selbst soll es zumindest nicht liegen“, so Schmidt, der Vorsitzende des DPSG Diözesanverbandes Trier.



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