Sommerzeltlager der Pfadfinder

Am Waldrand von Beaumarais fand ein Zeltlager der Pfadfinderstämme Illingen, Dillingen und Beaumarais statt. Vier Tage lang wollten Kinder und Jugendliche der Wölflings-, Jungpfadfinder- und Pfadfinderstufe ihre Freizeit gemeinsam gestalten. Sie bauten zusammen die großen Schlafzelte auf und richteten das Lager ein. Das Lagerleben in der Natur war für alle interessant. Mit Kennenlernspielen, Gesprächskreisen, Lagerfeuerliedersingen und Gruselgeschichten im Zelt ging der erste Lagertag zu Ende.

Am nächsten Morgen nach gemeinsamen Wecken gab’s Frühsport auf der großen Lagerwiese. Das Küchenteam hatte bereits das Frühstück angerichtet und das schmeckte unter freiem Himmel besonders gut. Die Gruppenleiter erläuterten allen Teilnehmern das Tagesprogramm. Motto dieses Tages hieß „Pfadfinder meets Afrika“. Dieser Projekttag beinhaltete das Kennenlernen der Lebensumstände von Kindern und Jugendlichen in Zentralafrika. In Altersstufen aufgeteilt fanden Workshops statt – so bastelten die Jüngeren beispielsweise große Bälle aus wertlosen Materialien, wie Papier, Nylon- und Plastikplanen. Es gab Infofilme und Gespräche über Kinderarbeit und Kinderarmut, die zum Nachdenken anregten. Wer z.B. erntet die Kakaobohnen, die zu Schokolade verarbeitet werden, die in Deutschland konsumiert wird. In der anschließenden Diskussion zeigte es sich auch, wie selbstverständlich viele Dinge unseres Alltags sind, die sich die Kinder in Afrika hart erarbeiten müssen. Das Küchenteam kochte an diesem Tag afrikanische Gerichte. Es gab Angebote zum Haarbänderflechten, Fladenbrotbacken und für alle einen Trommelworkshop.

Am nächsten Tag war ein großes Geländespiel geplant. Es wurden Teams gebildet, die an verschiedenen Stationen Aufgaben lösen mussten. Einige der Illinger Pfadfinder legten am späten Abend nach einer großen Nachtwanderung am Lagerfeuer feierlich ihr Pfadfinderversprechen ab. Im Licht der Fackeln erhielten sie von ihren Gruppenleitern ihre Halstücher in den Farben der entsprechenden Altersstufen. Das war für alle ein besonderes Ereignis.

In diesen vier Tagen hatten sich viele neue Freundschaften gebildet und so sah man dem letzten Tag mit Wehmut entgegen. In einem schönen Lagergottesdienst stellte der Kurat, der das gesamte Lager mitbegleitet hatte, die Persönlichkeit jedes einzelnen Menschen in den Mittelpunkt. Sehr anschaulich zeigte er den jungen Pfadfindern auf, dass sie jetzt Erfahrungen gesammelt hatten, die man nicht einfach mit einem Punkt beenden kann. Denn eigentlich, so versicherte er, sind wir „Doppelpunktmenschen“, die nun neue Erfahrungen mit sich tragen und an andere weitergeben können. Vier Tage Sonnenschein und schöne Erinnerungen an das Lager, das Team und die Freunde ließen das Zeltlager zu Ende gehen. Aber alle hatten den Wunsch, auf jeden Fall irgendwo im nächsten Jahr wieder zusammen ein Zeltlager durchzuführen.

Kommentare sind geschlossen.